00:00:00: Genau, das war ja relativ schwierig.
00:00:02: Du weißt ja, Kinder sind nicht auf Knopfdruck zu behandeln und du musst das ganze spielerisch lustig.
00:00:11: wie auch immer es ist eben anders bei Kindern.
00:00:17: Hier sind Halli Mio und Habermann der alles rund ums Blut Podcast.
00:00:25: Hallo Susanne!
00:00:26: Hallo Björn
00:00:27: Heute wollen wir noch mal über Emotion reden.
00:00:29: Die Fortbildungsveranstaltung für die Füße Terrapheuten am dritten Tag los mit den Kindern.
00:00:36: Das hatten wir bislang jetzt noch gar nicht gehabt.
00:00:39: Genau, das war ja relativ schwierig.
00:00:41: Du weißt ja Kinder sind ja nicht auf Knopfdruck zu behandeln und du musst das ganze spielerisch lustig.
00:00:50: wie auch immer es ist eben anders bei Kindern
00:00:53: Und das mussten die Teilnehmer tatsächlich mal live erleben.
00:00:57: Wie man mit Den Kindern auch umgehen kann muss man sagen weil wenn du in der physiotherapeutischen Praxis bist, dann hast du oftmals das Kind, was zu dir kommt oder ich auch in der Sprechstunde und dann ist dieses Setting des Raumes, der Liege.
00:01:12: Das ist alles irgendwie vorgegeben nur du hast es ja komplett anders gestaltet.
00:01:17: Genau!
00:01:17: Ich habe mal Folgendes gemacht.
00:01:19: Ich kenne ja zumindest wie man versucht man zu schauen wie man Kinder packen kann und am allerbesten ist Kinder zu packen indem den Übungsplatz mit ihnen zusammen aufbaut.
00:01:33: Das heißt, ein Parkour ihn einfach nur hinzustellen und zu schauen wie sie über so einen Parkour gehen.
00:01:42: Du weißt hohe Steine kleine Steine also Erhebung.
00:01:46: letztem zu gucken wie koordinativ Sie sind ist ja schwierig.
00:01:50: viel schlauer ist ja sie zu fragen was deren Lieblingsmusik ist.
00:01:56: das ist immer das Entscheidende was finden sie gut.
00:02:01: Und diese Musik haben wir einfach mal spielen lassen im Hintergrund und haben dann diese bunten Parkoursteine genommen, und haben einfach mal angefangen aufzubauen.
00:02:15: Diese Parkourstein waren in so einer Kiste drin.
00:02:17: das heißt dass junge Mädchen hatte eine Chance selber und eigenständig an einer anderen Stelle den Parkour mit aufzustellen.
00:02:28: Und dann haben wir uns dann irgendwo getroffen, das heißt wir konnten schon anhand des Bewegungsablaufs des Mädchen genau sehen wie greift sie in die Kiste?
00:02:38: Wie geht sie mit den Steinen hier rüber und setzt sie auf?
00:02:41: Das war unsere erste Beobachtungsmöglichkeit zu sehen wie bewegt sich das Kind im Raum.
00:02:50: Wie du sagst, das ist zum einen Diagnostik.
00:02:53: Das heißt wir untersuchen oder nehmen wahr was die Probleme sind oder was das Kind auch kann, was ja in dem Fall tatsächlich wirklich gut war und gleichzeitig ist es aber auch Therapie weil du verschiedene koordinative Fähigkeiten an den Tag legen musst um das Ganze auf die Reihe
00:03:07: zu bekommen und
00:03:08: entsprechend dann zugestalten.
00:03:11: Und was dann immer noch mit eine Rolle spielt ist halt die Kreativität der ganz entscheidend ist für so etwas
00:03:16: auf jeden Fall, das heißt ich habe um dann nochmal weiter in die Diagnostik zu gehen.
00:03:20: Habe ich meine Schuhe ausgezogen?
00:03:22: Weißt du und auch sie hat dann ihre Schuher ausgezogen und dann mal geguckt was gemacht hat.
00:03:26: und Du weißt Bälle sind ja immer etwas Einfaches In einen Spielablauf mit reinzunehmen Das heisst Ich wäre für ihr den Ball zu Und ich schaue mir an wie Ihre Reaktion ist und Sie wirft ihn wieder zurück und der ball ging reihum durch die Physiotherapeuten und ich glaube da hatten Die ganzen Teilnehmer, sehr viel Spaß dabei.
00:03:47: Weil das junge Mädchen musste umherlaufen und der Ball ging wirklich durch den Raum hin und her Und damit konnten wir wie du schon gesagt hast nicht nur die Diagnostik Wir haben dann auch therapeutisch viele Dinge mit einbringen
00:04:03: können.
00:04:04: Es ist schwierig Kinder wirklich strukturiert eine Übung durchführen zu lassen.
00:04:07: Du musst das Spiel durchgestalten.
00:04:09: Das ist genau der Weg Um diese Kinder heranzuführen Je nach Alterstufe
00:04:13: natürlich.
00:04:14: Und dann hatten wir natürlich unseren ganz kleinen Jungen gerade frisch diagnostiziert mit einer schweren Hämophilie A und da war es so, der ist in meine Ambulanz gekommen weil er nicht mehr stehen konnte.
00:04:30: Weil ihm das Knie wehgetan.
00:04:32: Das heißt er hatte eine ausgeprägte Kniegelängsblutung und was interessant war dass die Mutter ihn an die Hand genommen hat oder mir zu zeigen, dass er schon läuft an der Hand.
00:04:48: Er läuft aber noch nicht!
00:04:49: Er kann sich hochziehen, aber er kann doch nicht selbst und eigenständig laufen.
00:04:55: auch das sind Dinge die wir den Teilnehmern gezeigt haben wie wichtig es ist Eltern zu zeigen Das Ganze zu unterstützen Dass es eben wichtig ist die einzelnen Entwicklungsstufen den Kindern zu ermöglichen Und sie vollständig durchzuführen, das heißt auch dass freie sitzen.
00:05:16: Das wird oft unterschätzt.
00:05:17: die Eltern denken naja es kann schon sitzen jetzt muss der nächste Schritt kommen.
00:05:21: nein aber alleine das aktive Sitzen ist ja schon etwas wo Kinder lernen ihre Muskulatur einzusetzen auch das ist ja aktiv.
00:05:32: dann Dinge in die Hand zu geben und damit kann man schon viele Dinge unterstützen.
00:05:38: Das heißt du gibst den Kindern Sachen in die Hand, dann wird es in die andere Hand gegeben Dann wird's nach vorne gesetzt.
00:05:43: der Gegenstand das heißt das Kind muss sich nach vorne beugen.
00:05:47: auch das sind aktive Bewegungsmuster die die Kinder wo wir uns eigentlich denken naja was wird denn da eigentlich gemacht?
00:05:53: aber das sind die aktiven Übungen für diese Kinder im
00:05:58: Sitzen.
00:05:59: und dann haben wir ihn so ein Rollwagen hingestellt wo er sich mit dem Rollwagen aufgestellt hat und ist dann mit dem Rollwand alleine gegangen.
00:06:09: Das ist erlaubt tatsächlich an der Stelle, weil er selbst und eigenständig genau das Maß anwendet was für ihn gut ist.
00:06:20: Ich hatte trotzdem das Gefühl dass Großzahl der Teilnehmer zurückhaltend war als die Kinder in den Raum kam.
00:06:27: es war anders als die Erwachsenen reinkam.
00:06:29: Weil du mit den Erwachsern sprechen kannst?
00:06:32: unterhalten, also weil du Informationen abrufen kannst.
00:06:37: Du kannst den Patienten fragen wie es ihm geht und er kann dir antworten du hast einen Eindruck was da wirklich passiert.
00:06:44: bei den Kindern musst du deine Sinne einschalten und zwar tatsächlich nicht das sprechen und zuhören sondern du musst aktiv auch dazu hören.
00:06:54: aber aktiv zusehen dann ist das aktive wahrnehmen.
00:07:00: Die Wahrnehmung ist
00:07:01: eine andere.
00:07:02: Und das Eis gebrochen hat ja dann tatsächlich das erste Mädchen, also es dann angefangen hat dem Ball den Teilnehmer zuzuwerfen?
00:07:09: Genau
00:07:09: und damit hat sie die Teilnehmer mit tatsächlich mitgenommen muss man sagen.
00:07:13: und dann waren die Teilnehmer an dem Tag sozusagen auch im Stande ihr tatsächlich mehrere therapeutische Ansätze mitzugeben.
00:07:25: Das war ziemlich cool.
00:07:26: Ja und dazu muss man wissen, das war natürlich sehr schön am vorherigen Tag dass die Teilnehmer sehr viel Zeit mit den Erwachsenen hatten.
00:07:35: Das war ja zunächst das Voruntersuchung vor allem dann hatten sie glaube ich bis zu drei Stunden für Untersuchungen, Ausarbeiten
00:07:43: eines
00:07:44: Therapiekonzeptes letztendlich die Behandlung.
00:07:46: Das funktioniert bei
00:07:47: Kindern nicht.
00:07:48: Da sind die aus... Ich sag mal erschöpft und sind gelangweilt und wollen dann nicht mehr mitmachen.
00:07:53: Das heißt, du musst dann schon in einer kurz definierten Zeit, die du schnell siehst wann es zu Ende ist, musst du alles abgreifen Diagnostiktherapie und ein paar Übungen für Zuhause.
00:08:06: Letztendlich bestimmt das Kind ja auch wann die Behandlung zum Ende ist zumindest meistens wenn da einfach nichts mehr geht Auf jeden Fall.
00:08:13: Und dazu sind solche kreativen Ansätze, wie zum Beispiel diesen Parkour aufbauen oder mitbellen oder anderen natürlich extrem sinnvoll weil du das Kind begeistern und dadurch auch länger beschäftigen und ja die Aufmerksamkeit von dem Kind hast.
00:08:27: Und schaust dass das Kind nicht joy ist?
00:08:30: Weil oft kommt das Kind ja mit den Eltern in die Behandlung und dann klebt dieses Kind ja am Elternteil.
00:08:37: Und das aufzubrechen, glaube ich, also auch Vertrauen zu schaffen mit spielerischen Dingen – das ist die Kunst!
00:08:44: Wenn du das Kind hast, dann ist es schön.
00:08:47: Du hast es eben mit den Eltern angesprochen?
00:08:50: Das ist ein ganz wichtiger Punkt, dass du denen auch was mit nach Hause gebst, was die Eltern mit ihrem Kind machen können, was sie machen sollten aber vielleicht auch vermeiden sollten.
00:09:01: In jedem Fall weißt Es gibt ja zum Beispiel, ich gebe dir mal ein ganz einfaches Beispiel wenn ein Kind eine Psoasbutung hatte.
00:09:09: Das ist ja was ganz... erstmal einschneiden ist.
00:09:13: das Kind kann nicht gut treppensteigen, treppenrauftreppen runter und dann ist es ja am Anfang schwierig den Kindern einfach Übungen mitzugeben.
00:09:23: Am einfachsten ist für die Eltern die Übung mitmachen.
00:09:26: D.h.,
00:09:27: wenn sich Eltern auf die Liege legen, auf dem Bauch legen z.B.. Und die sogenannten Psoas-Übungen oder wie auch immer welche Überung wir ihnen mitgeben, diese auch mitmachen.
00:09:39: Weil dann hat das Kind tatsächlich wie so eine Art Wettbewerb mit den Eltern und dann macht es wieder Spaß!
00:09:47: Wie lang kann ich das?
00:09:48: Wie lange kann ich nicht?
00:09:49: Wie lang halte ich das aus?
00:09:50: und so weiter... Dann ist es ein Challenge.
00:09:52: aber dem Kind nur zuzugucken bei der Übung da kann ich dir genau sagen, wie lange das anhält.
00:09:58: Das funktioniert nicht Sekunde vielleicht,
00:10:00: genau.
00:10:02: Oder eben was du angesprochen hattest das Kind nicht an den Lauf-Lernwagen zu stellen sondern es muss schon in der Lage sein sich selbst aufzurichten und dann selbst auch auf die Idee kommen den Einfuß vor dem anderen zu setzen.
00:10:13: oder das klassische Beispiel ist das Kind hinzusetzen bevor es überhaupt eine Lage ist zu sitzen weil die Muskatur einfach noch nicht ausgebildet ist.
00:10:19: Und wie gesagt jeder Entwicklungsstand vom kind länger und ein bisschen kürzer.
00:10:26: Und je nachdem wo das Kind gerade in seiner Entwicklung ist, kann man das fördern mit bestimmten Reizen Dinge zum Beispiel hinzulegen wo man die Aufmerksamkeit für Kinder bekommt z.B.
00:10:39: Gegenstand wo man genau weiß auch das könnte das Lieblingsteil vom Kind sein und was das Kind danach greifen kann und bestimmte Muskelgruppen unbewusst zu aktivieren.
00:10:50: Das sind letztendlich die Übungen für unsere Kinder
00:10:54: Absolut.
00:10:55: Und diese Kreativität, die dann erzeugt wird oder auch die Kreativity in der Gestaltung der Übung führt eben dazu dass diese Kinder von sich aus alleine dieser Entwicklungsprünge ganz schnell machen und sich von selbst weiter entwickeln um da möglichst mit ihrem Konkurrenten also ihren Mitkindern mit denen sie umgeben sind mitzuhalten.
00:11:13: Auf jeden Fall!
00:11:14: Und wenn mich sogar etwas besser sind weil wir wollen ja diese Kinder koordinativ fit machen stabil machen, dass sie in der Lage sind wenn Sie dann aus Versehen umknicken eine Unebenheit haben sich gut auffangen zu können.
00:11:33: Das ist ja letzten Endes unser Ziel im Kindesalter.
00:11:37: Im Kindesalter wollen wir die Kinder koordinativ fit machen.
00:11:41: dazu gehört auch was wir früher mal gemacht haben, am Bordstein an der Bordsteinkante zu balancieren oder auf der Mauer zu balancieren.
00:11:49: Wo man weiß die Mauer ist ganz schmal und dann ist man hochgestiegen und ist an der Mower ja entlang stolziert.
00:11:57: Genau!
00:11:58: Oder auch mal runtergefallen.
00:11:59: Oder das?
00:12:00: Aber dafür haben wir eine gute Prophylaxe so dass die Eltern diesbezüglich wenig Angst haben.
00:12:05: Genau.
00:12:05: Und Ruckzuck eher wenn man es sich versieht ist diese schöne Zeit vorbei in die Kinder sind groß.
00:12:10: Auf jeden Fall kommt das.
00:12:12: viele sprechen und argumentieren.
00:12:14: Und das will ich nicht, und jenes will ich auch nicht.
00:12:16: Eine andere schöne Zeit!
00:12:18: Auf jeden Fall!
00:12:18: Susanne vielen Dank!
00:12:19: Ich danke dir Björn.