00:00:00: Was ich mitgenommen habe ist es einfach zu gestalten, dass es verständlich ist für die Patienten.
00:00:05: Dass wir den Patienten Zeit geben müssen und ihnen so gut es geht in ihrer Entscheidung helfen.
00:00:11: Und sie dürfen durchaus Fragen stellen – ja?
00:00:14: Die Patienten!
00:00:18: Hier sind Hallimi und Habermann der Alles
00:00:20: Rund uns Blut Podcast.
00:00:27: Hallo Susanne.
00:00:28: Hallo Björn.
00:00:29: Wir hatten heute einen tollen ersten
00:00:31: Tag von dem HEMO NEXT Forum
00:00:34: Und haben viele spannende Vorträge gehört.
00:00:36: Ja, ich muss dir sagen also wirklich sehr spannende Themen und ich bin bei einem Thema doch wirklich stehen geblieben und dachte er trifft den Kern meiner täglichen Praxis eine Entscheidung zu treffen und nicht nur im beruflichen sondern auch in privaten.
00:00:56: du weißt wie schwierig es ist oft Entscheidungen zu treffen und wenn man mich fragt, wie ich die Entscheidung treffe sage.
00:01:03: Da kann ich das basieren auf viele Dinge und denke mir manchmal Dinge vielleicht auch aus und weiß gar nicht ob sie wirklich Evidenz basiert sind aber vieles.
00:01:14: da erinnere ich mich gerne an Karin Koenig aus München und ich sie oft gefragt habe Wie kommst du darauf so zu therapieren sagt sie?
00:01:22: Ja es ist auch vieles eine Bauchentscheidung.
00:01:24: Ja und bei mir ist es oft so, dass ich am Anfang gar keine Entscheidung treffen will und erst mal lange rede bis ich dann sage okay das ist meine Entscheidung die ich jetzt den Patienten mitteile und wir hatten einen tollen Vortrag gehört über Entscheidungsfindungen und haben heute auch ein
00:01:38: Gast bei uns Genau Professor Geismair.
00:01:43: ja
00:01:44: also ich freue mich wirklich spontan Sie ansprechen also wirklich zu dürfen sozusagen einen wirklich ein Podcast mit uns machen, weil ich finde ihr Vortrag hat mir an vielen Stellen tatsächlich die Augen geöffnet und das Thema Entscheidungen ist ja ein schwieriges aber kann auch ein leichtes Thema sein.
00:02:07: Ja, das ist ganz richtig!
00:02:08: Wir treffen alle Viele Entscheidungen jeden Tag.
00:02:12: Von ganz kleinen Entscheidungen bis zu den großen Entscheidungen im Leben, die wir vielleicht nicht jeden Tag treffen.
00:02:17: Manche Entscheidungen sind vielleicht doch etwas außergewöhnlicher.
00:02:21: Wie viele Entscheidungen treffen wir denn eigentlich am Tag?
00:02:24: Oder gibt es immer diese riesigen Zahlen, die dann bei Vorträgen über Entscheidungswissenschaften genannt werden, dass wir tausende Entscheidungen jeden Tag treffen?
00:02:31: aber das ist natürlich auch ein bisschen verniedlichend den Entscheidungen gegenüber, dass man dann irgendwie jede kleinste Entscheidungen irgendwie reinzählen.
00:02:41: Wir interessieren uns in unserer Forschung tatsächlich mehr für die etwas größeren Entscheidungen, also es ist dann vielleicht noch die Entscheidung was ich irgendwie esse aber nicht jedes Detail bei dem Gericht oder so genau.
00:02:57: Wir haben ja das Thema, dass wir oftmals ganz viele Interessen in so einem Gespräch haben.
00:03:02: Wenn wir Entscheidungen treffen müssen zusammen mit den Patienten – da sind vielleicht auch Eltern dabei – die haben eigene Interessen und wir haben eigene interessen dann hat es Kind eigene Interesse.
00:03:10: Und dann gibt es noch so viele therapeutische Möglichkeiten sodass es teilweise wirklich schwer ist eine Entscheidung zu treffen.
00:03:18: Wie werden denn Entscheidungen
00:03:19: getroffen?
00:03:21: Ja, da muss ich doch ein bisschen größer anfangen als wir unterscheiden zwischen zwei sehr grundlegenden Arten oder Umgebungen, in denen wir Entscheidungen treffen.
00:03:31: Das eine sind Entscheidungen unter Unsicherheit oder Ungewissheit.
00:03:36: also das ist quasi in der großen Welt da draußen.
00:03:39: Das sind die Entscheidungen, wo wir nicht alle Alternativen kennen und an jeder Alternative bestimmte Wahrscheinlichkeiten hängen können, wo die Welt global vernetzt und weitläufig ist – also quasi so die Entscheidung, welchen Beruf soll ich ergreifen?
00:03:55: Wen soll ich heiraten
00:03:56: usw.?
00:03:57: So die ganz Großen, die sehr ungewiss sind, wo ich nicht alle meine Optionen kenne.
00:04:02: Und das sind Entscheidungen.
00:04:04: Da ist es tatsächlich so, dass sind Entscheidungen wo uns das Bauchgefühl die Intuition und auch die Einfachheit hilft.
00:04:11: Also wir hören sehr häufig komplexe Themen brauchen irgendwie komplexer Entscheidungsregeln.
00:04:18: Und das Gegenteil ist richtig.
00:04:20: Je komplexes je ungewisser die Umwelt ist desto einfacher müssen die Entscheidungsregeln, die Entscheidungmechanismen sein um robust zu sein und die Intuition hilft uns dabei in so einer riesigen Welt dann irgendwie auf die wesentliche Aspekte zu fokussieren.
00:04:38: Und wir unterscheiden das von Entscheidungen unter, wie wir es nennen Risiko?
00:04:42: Das sind quasi Entscheidungen wo ich alle Optionen, alle Alternativen kenne.
00:04:48: Wo ich vielleicht weiß was jeweils passieren kann und vielleicht sogar auch noch bestimmte Wahrscheinlichkeiten an dieser verschiedenen Ergebnisse von Entscheidungen hängen kann.
00:04:59: Und das sind natürlich Pole eines Spektrums diese beiden Entscheidungsumwelten, die nahtlos ineinander übergehen und da ist es tatsächlich so der lohnt sich statistisch drüber nachzudenken.
00:05:11: Da lohnt es sich die Information einzuholen abzuwägen, nachdenken.
00:05:16: also das ist eher das wo wir den Kopf einschalten sollten.
00:05:21: Das heißt auch nicht, dass wir den auf der anderen Seite ausschalten sollte aber das ist quasi was wir durchdenken und durchrechnen überlegen können.
00:05:30: Und in den meisten medizinischen Entscheidungen haben wir wahrscheinlich eine Kombination aus beiden dieser grob vereinfachten Polen von Entscheidungsflächen.
00:05:44: Wenn ich jetzt zwei verschiedene Eltern, wenn ich mir versuche, Elterngruppen zu nehmen.
00:05:49: Eltern die sich eher belesen.
00:05:52: Eltern, die sich ihr nicht belese haben und ich versuche mit ihnen eine Entscheidung zu treffen.
00:06:01: Was würden sie mir dann an der Stelle raten?
00:06:04: eher Eltern habe, die ich sage einfach mal ängstlich belesen.
00:06:08: Und es gibt ja sicher auch Eltern, die nicht gut belesenn sind und sich auf das Wort des Mediziners vertrauen sozusagen.
00:06:17: also ist eher so was der Arzt sagt wird schon richtig sein aber wie geht man davor?
00:06:22: Wie kann ich Patienten abholen an der Stelle um mit ihnen eine gute und die richtige Entscheidung für diese Situation, auch für das Kind.
00:06:31: Die kann nach möglicherweise nach drei Monaten auch sich wieder ändern, weil sie sich in der Situation geändert hat.
00:06:35: Aber wie geht man am besten vor?
00:06:37: Und wie unterstütze ich Eltern eine Entscheidung mit mir zu treffen?
00:06:42: Ja also da müssen Sie natürlich erstmal rausfinden was wünschen die Eltern sich an dieser Stelle?
00:06:48: Also wie weit wollen die mit einbezogen werden?
00:06:52: Und für Sie als Ärztin natürlich auch die Frage, inwieweit legen sie auch Wert darauf?
00:06:58: Die mit eins beziehen selbst wenn sie das vielleicht erst mal nicht so vorgesehen.
00:07:03: hatten oder sich so überlegt hatten.
00:07:06: Das hat Jack Wennberg, einer der großen Pioniere der evidenzbasierten Medizin und informierten Entscheidungen gesagt.
00:07:13: Er hat gesagt er operiert niemanden den nicht versteht auf was er sich da einlässt.
00:07:18: Der hat sozusagen vorausgesetzt dass die Person versteht was daran hängt an der Entscheidung Was gut gehen kann was schiefgehen kann Und wenn man es wusste was Wahrscheinlichkeiten sind.
00:07:29: das ist sozusagen auch eine erwartung Die ich an die andere seite haben, das würde so ein bisschen davon abhängen.
00:07:36: Also wäre es für Sie als Ärztin okay wenn die Eltern sagen ich delegiere diese Entscheidung komplett an sie, vertraue komplett dass sie diese Entscheidung für mich treffen?
00:07:46: Wenn sie sich damit wohlfühlen dann könnten sie das im Prinzip in der Situation machen und dann einfach ihr Entscheidungsverhalten quasi adaptieren an das, was die Eltern wünschen.
00:07:55: Wenn die Eltern mehr einbezogen werden wollen dann würde man mit ihnen drüber sprechen, was wissen sie bereits?
00:08:01: Sie würden vielleicht Wissenslücken füllen.
00:08:04: Genau also das hängt tatsächlich so ein bisschen davon ab, dass es auch ihre Erwartungen an die Eltern... Also sie als Ärztin haben ja immer viele verschiedene Rollen, also sie führen einerseits Patientinnen und auch Eltern durch diese Entscheidung durch, sie stellen irgendwie Wo nötig und erwünscht die relevanten Wissenseinheiten an dieser Stelle zur Verfügung?
00:08:29: Wenn Eltern sich von sich selbst auch schon belesen haben, dann wird man das vielleicht mit ihnen besprechen.
00:08:33: Auch wo haben sie quasi gute Quellen gehabt und wo stimmt das Wissen was sie mitbringen und wo würden Sie vielleicht Dinge auch anders sehen?
00:08:41: Und dann haben sie natürlich auch diese motivierende Rolle, wenn es auch darum geht um so etwas wie Lebensstiländerungen und Ähnliches.
00:08:50: Also auch diese Rolle Patientinnen dazu zu motivieren in einer bestimmten Art und Weise vielleicht zu handeln.
00:08:56: also das werden so rollen und die können Sie natürlich... Wie weit sie in welche Rolle reingehen?
00:09:02: Das hängt natürlich immer von ihrem Gegenüber ein bisschen ab.
00:09:07: Jetzt haben Sie ein Thema angesprochen.
00:09:08: Das war Wahrscheinlichkeiten und Sie haben uns sehr schön den Vortrag gezeigt, dass wir auch Wahrscheinlichigkeiten nur schwer einschätzen können.
00:09:17: Wie schaffen wir es so etwas So darzustellen das vor allem der Patientes versteht nicht nur wir
00:09:24: ja.
00:09:25: also was dabei hilft das gibt Unser Verständnis von Wahrscheinlichkeiten hängt sehr, sehr stark davon ab wie diese Wahrscheinlichheiten repräsentiert sind.
00:09:33: Also wie man die Menschen nahe bringt.
00:09:36: So wissen wir zum Beispiel also was in der Medizin sehr häufig kommuniziert wird das sind relative Risiken Das sind Veränderungen.
00:09:42: zB dieser und jene verhaltensweise steigert ihr Krebsrisiko um sechzig Prozent.
00:09:48: Da wissen die Leute nicht Was bedeutet das genau?
00:09:50: Sechzig prozent von was kommt irgendwie aufs Basisrisiko an.
00:09:54: Man kann den Patienten aber auch sagen, naja eine Steigerung um sechzig Prozent würde zum Beispiel bedeuten dass das Risiko von einer in hundert Personen auf eins Komma sechs in Hundert Personen steigen würde.
00:10:08: würde man vielleicht besser tausend Personen nehmen, dass es von zehn auf sechzehn steigt.
00:10:11: Dass man keine Komma-Stellen hat.
00:10:14: jetzt habe ich selber ein bisschen falsch gemacht.
00:10:16: Genau wenn man das dann aber so erklärt also es gibt quasi von jeweils tausenden Personen sechs mehr die da in diesem Risiko ausgesetzt sind.
00:10:24: Das ist etwas was Menschen verstehen.
00:10:26: Also wenn man sich in absolute Risiken für sie übersetzt und dann gibt es Methoden Harding-Zentrum für Risikokompetenz entwickelt haben, dass am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung war und dann nach Potsdam gezogen ist.
00:10:41: Wo es sozusagen darum ging zu verstehen wie Menschen solche Entscheidungen treffen und wie man ihnen helfen kann sie besser zutreffen?
00:10:46: Da haben wir unter anderem Faktenboxen entwickelt.
00:10:51: also das sind quasi einfache tabellarische Zusammenfassungen.
00:10:54: Das geht auch Forschung von von Lisa Schwartzin Steven Woloschien auch unter andermem zurück aus den USA wo man im Prinzip Nutzen und Schaden von Therapien, also so die wesentlichen Dimensionen überlegt.
00:11:05: Was ist der wesentliche Nutzen?
00:11:08: Zwei oder drei A-Nutzenkategorien und dann die zwei oder drei wesentlichen Schadenskategorie.
00:11:13: Und dass man das in dieselbe Währung übersetzt, dass man dann sagt hier haben sie tausend Patienten, die diese Therapie machen verglichen mit Tausend Patienten, die dieser Therapie nicht machen.
00:11:23: und dann sozusagen wie viele jeweils am erleben bestimmte nutzen?
00:11:27: Wie viele erleben Bestimmten schaden und vielleicht auch was ist die Differenz auf?
00:11:30: das kann man noch für die Leute ausrechnen aber das ist so eine tabellarische Zusammenfassung.
00:11:35: Man kann es dann auch noch in Grafiken übersetzen, das mögen einige Leute lieber und ist auch gezeigt worden dass das tatsächlich Ihnen hilft, Dinge auch gut zu verarbeiten.
00:11:48: Auch wenn die Verarbeitung vielleicht länger dauert und dann haben Leute quasi diese Menschen eine gute Grundlage, diese Wahrscheinlichkeiten wirklich zu verstehen und für ihre Entscheidungen zu nutzen.
00:12:02: Wahrscheinlich werden die Menschen, nachdem sie ihnen diese Informationen gezeigt haben, den Menschen trotzdem noch die Frage stellen.
00:12:09: Okay!
00:12:10: Und was soll ich jetzt machen?
00:12:11: Dass diese Frage wird... von vielen trotzdem
00:12:14: noch kommen.
00:12:15: Es gibt ja auch manchmal Patienten, die mir die Frage anstellen.
00:12:21: was würden sie an meiner Stelle also versuchen dann die Frage anders zu formulieren indem Sie mich in die Patientenrolle setzen wollen?
00:12:32: Wie geht man damit um?
00:12:33: Das habe ich oft und dann kann ich das auch aus meiner Sicht letztendlich beantworten.
00:12:37: Aber ist es nicht letzten Endes ein Beeinflussen oder beeinflussen wir Ärzte grundsätzlich in unserer Aufklärung, wie wir damit vorgehen?
00:12:46: Es ist eigentlich egal, wie die Frage gestellt wird.
00:12:49: Ist es nicht egal, was die Frage gestellt wird?
00:12:51: Ich finde die Frage so klüger als zu fragen, was empfehlen Sie mir?
00:12:56: Weil die Empfehlung hängt vielleicht auch an ganz vielen anderen Dingen ab.
00:12:59: Auch damit, dass Ärzte, Ärztinnen sich vielleicht auch selber schützen wollen, möglichst nichts übersehen wollen dann teilweise einem vielleicht auch Igelleistungen verkaufen wollen oder ähnliches.
00:13:12: also das haben wir alle schon erlebt und es sind natürlich keine von den Anwesenen Ärzten heute hier, die das irgendwie machen würden.
00:13:19: aber dann die Frage deswegen zu stellen was würden sie machen?
00:13:22: Oder was würden Sie machen wenn es ihr Kind wäre ist quasi eine kluge Frage, weil da kriegt man vielleicht die wirkliche Präferenz.
00:13:30: Aber es wird immer passieren dass ihr als Ärztinnen und Ärzte die Patienten beeinflusst.
00:13:35: also ihr toppt alles in den Studien zu Patientenaufklärung machen.
00:13:41: wir können quasi die Patienten aufklären.
00:13:45: noch nöcher uns sie auch wirklich mündig.
00:13:49: tolle Programme für Patienten mit chronischen Erkrankungen, die sind häufig sehr bereit sich da wirklich einzufinden.
00:13:58: Also wenn es nicht um einmalige Entscheidungen geht sondern wenn sie wirklich Patienten wissen das ist eine Krankheit mit der ich den Rest meines Lebens zu leben habe dann sind sie bereit sogar Seminare zu besuchen dazu und sehr sehr informiert.
00:14:09: und trotzdem wiegt die Entscheidung von den Ärztinnen und Ärzten am Ende immer noch sehr schwer.
00:14:14: also ich glaube aus der Rolle und Verantwortung kommen Sie nicht so richtig raus.
00:14:20: Das heißt aber nicht, dass sie die Patienten in ungehöriger Art und Weise irgendwie beeinflussen sondern gerade wenn sie ein gutes Fundament haben und es auch verstanden haben und sie auch erklären warum sie die Entscheidung so treffen würden dann werden sie sicherlich einen Einfluss haben.
00:14:38: aber dann kann das trotzdem auf Patientenseite eine informierte Entscheidung
00:14:41: sein.
00:14:43: Jetzt haben wir eine kluge Frage, die der Patient stellen kann.
00:14:45: Patienten sind ja meistens sehr nervös wenn sie dem Arzt gegenüber sitzen.
00:14:49: Viele Informationen geraten in Vergessenheit am Ende des Gesprächs.
00:14:52: da gibt es ja auch viele Studien dazu.
00:14:55: Wenn so ein Patient sich jetzt oder in der Lage ist oder in einer Situation ist das er eine Entscheidung treffen muss was können wir eben noch hatten außer diese einen Frage?
00:15:05: kann er noch als Werkzeug nutzen, um eine sinnvolle Entscheidung zu treffen.
00:15:10: Für ihn sinnvollen Entscheidungen?
00:15:11: Genau!
00:15:12: Also was ich da relevant und hilfreich finde ist dass man die wesentlichen Informationen... Sie hatten es gerade schon gesagt das wird viele Informationen vergessen auch.
00:15:22: Und gerade wenn das eine emotional belastende Situation ist wie gerade die Diagnose zum Beispiel gestellt wurde oder so Und dann die Informationen nochmal in schriftlicher Form irgendwie mitzugeben.
00:15:32: Also es gibt teilweise tolle Aufklärungsbroschüren, die auch die Statistiken dann enthalten und so weiter gute Darstellungen.
00:15:40: Es gibt auch sehr schlechte Broschünen leider.
00:15:41: also man muss gute Broschüre irgendwie auswählen und dass man die wesentlichen Informationen den Menschen mitgeben kann.
00:15:49: Wie ich das verstanden habe geht es im Prinzip hier bei diesen Entscheidungen nicht... Das sind keine Notfallentscheidungen, die sofort getroffen werden müssen.
00:15:57: anders, als wenn jetzt irgendwie direkt ein Herz infarkt droht und man schnell entscheiden muss.
00:16:03: Sondern das Entscheidungen kann man die Patienten nochmal eine Nacht drüber schlafen lassen da kann man Informationen mitgeben und kann sagen gucken sie sich das alles in Ruhe noch mal zu Hause an sprechen Sie vielleicht auch noch einmal mit Angehörigen.
00:16:15: Wir hatten jetzt dies und jenes besprochen Und denken sie nochmal darüber nach Auch um für sich rauszufinden.
00:16:21: also dabei ist dieses berühmte nochmal drüber schlafen, dass das dann auch so ein bisschen wo der intuitive Teil mit reinkommt.
00:16:29: Das hilft uns selber für uns auch so'n bisschen die Dinge klar zu kriegen in unserem Kopf was uns eigentlich am wichtigsten ist.
00:16:37: wir sind dann erst mal von Informationen überflutet vielleicht auch Und können nicht unterscheiden inzwischen, was davon ist jetzt wirklich wichtig und was nicht.
00:16:46: Wenn wir aber am nächsten Morgen aufwachen dann haben wir normalerweise so ein bisschen eine klarere Vorstellung, naja okay das sind vielleicht für mich die drei wichtigsten Aspekte bei dieser Entscheidung.
00:16:56: darauf sollte ich sozusagen gucken und das kann helfen.
00:16:59: also ich glaube da die Entscheidung zu vertagen an der Stelle Das ist für euch dann irgendwie mehr Aufwand, weil ihr die Patienten noch mal sehen müsst.
00:17:07: Aber ich glaube gerade bei chronischen Erkrankungen ist das was
00:17:10: sehr Gutes?
00:17:12: Ich habe manchmal stelle ich den Patienten die Frage wenn schon ein paar Jahre ins Land gegangen sind zu sagen wie empfanden sie die Aufklärung und wie empfinden Sie so dieses ganze Gespräch um zumindest ein Feedback zu bekommen in den nächsten Zeit mal anders zu machen.
00:17:29: Ich habe ein Feedback bekommen, das mir im Patient gesagt hat weniger ist mehr.
00:17:36: Das ist so dieses Verlangen von uns alle Dinge aufzuzählen nichts zu vergessen weil wir uns natürlich in der rechtlichen Situation auch immer absichern müssen dass wir alles erzählt haben und da bekam ich wirklich das Feedback so es eigentlich mit unter der
00:17:52: Podcast entstanden.
00:17:55: weniger ist mehr, dann kann man vielleicht auch mal reinhorchen.
00:17:58: Kann dann noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt auch wichtige Entscheidungen treffen.
00:18:02: und wie ist das eigentlich wenn wir Entscheidungen treffen wollen und müssen?
00:18:11: Brauchen wir tatsächlich so viele Informationen und ist es nicht an der Stelle interessant zu wissen?
00:18:20: sind wir nicht auch gefragt für eine Viertelstunde eine Pause zu machen und dann gegebenenfalls in das Gespräch wieder reinzugehen.
00:18:28: Und so ein Art Kinoids, Kinoid zunehmend?
00:18:31: diese Sachen sind wichtig und diese dann erneut mit dem Patienten zu besprechen?
00:18:36: Ist das nicht
00:18:37: auch?
00:18:37: Ja, das finde ich einen sehr wichtigen Punkt, den Sie ansprechen.
00:18:40: Sie haben die rechtliche Dimension angesprochen.
00:18:41: Das ist ja wie beim By-Pack Zettel der muss alles enthalten einfach aus zur rechtlichen Absicherung und damit ist vom Informationsgehalt relativ nutzlos für die meisten Menschen, nicht für die falschen Menschen.
00:18:55: Für die richtigen Menschen sehr nutzlos.
00:18:59: Aber das müssen Sie vielleicht tun aus rechtlichen Gründen wie Sie gesagt haben.
00:19:03: aber dann noch mal eine Pause zu machen vielleicht?
00:19:05: Vielleicht die Person drüber schlafen zu lassen?
00:19:07: Vielleicht aber auch vor dem drüber Schlafen das nochmal zu sagen.
00:19:10: so aus meiner Sicht Das wären die fünf wichtigsten Aspekte oder drei wichtigsten aspekte also nicht mehr als dass dies hier abzuwägen.
00:19:21: Also hier haben sie zum Beispiel eine Option, die bietet ihnen mehr davon und die andere Option hat davon weniger aber dafür mehr auf irgendeine anderen Dimensionen.
00:19:29: Und das sind so die Dinge, die Sie vielleicht relevant finden würden, dass den Patienten mitzugeben und dann auch noch mal drüber nachdenken zu lassen.
00:19:38: Aber ich glaube so ne Trennung bräuchte es.
00:19:40: wir hatten auch Immer die große Hoffnung, dass diese Faktenboxen, die wir haben und andere entwickelt haben, dass man die Medikamenten beifügen würde.
00:19:49: Und sie können natürlich den Beipackzetteln nicht ersetzen weil der eben rechtlich relevant ist und dieser Fakton-Box nicht vollständig sein kann und nicht sein darf um nützlich zu sein.
00:20:00: So wie eine Landkarte nicht mehr nützlich wäre, wenn sie komplett die Welt abbilden würde.
00:20:05: Dann wäre sie ein perfektes Abbild von der Welt aber hätte überhaupt keine Abstraktion.
00:20:09: das wäre nicht mehr Nützlich.
00:20:10: also wir müssen quasi abstrahieren.
00:20:13: haben wir bisher noch nicht geschafft dass das Medikamenten beigefügt wird?
00:20:16: als Ergänzung fänden wir das tatsächlich total sinnvoll nicht um den Bikepack Zettel zu ersetzen und das können Sie glaube ich bei dem Aufklärungsgespräch ein bisschen ähnlich tun.
00:20:27: da müssen wir mal
00:20:29: infakten boxen Aber das können wir tatsächlich mal als Projekt mitnehmen und überlegen, ob wir unsere Therapien oder auch die Entscheidungen für die Patienten in solche Faktenboxen packen könnten.
00:20:42: Das wäre ein Projekt!
00:20:44: Das
00:20:44: wäre ein spannendes Projekt.
00:20:46: Wenn Sie da Unterstützung brauchen, wenn sie die epidemiologischen Fakten haben, kann ich gerne das unterstützen mit meinen Leuten.
00:20:55: Das ist was, was mir ein großes Anliegen ist.
00:20:57: Ich bin eben selber kein Mediziner und keine Epidemiologe.
00:21:01: Also die Daten müssten von Ihrer Seite kommen aber das sind Projekte, die wir natürlich immer gerne unterstützen.
00:21:07: Die Daten
00:21:08: haben wir sicherlich und wir haben auch sicherlich ganz viele engagierte Eltern dabei sind, also ich meine vielleicht ist das eines unserer nächsten Projekte.
00:21:17: Klingt super!
00:21:18: Vielen vielen Dank.
00:21:21: was ich mitgenommen habe es einfach zu gestalten dass es verständlich ist für die Patienten, dass wir den Patienten Zeit geben müssen und ihnen so gut es geht in ihrer Entscheidung helfen und sie dürfen durchaus fragen stellen.
00:21:35: Auf jeden Fall und ich freue mich auf einem Wiedersehen.
00:21:39: Vielen Dank!
00:21:42: Mit freundlicher Unterstützung von SOVI.
00:21:44: Swedish Open, bei Weitl!